Hella von Sinnen im Stadttheater

Quer- und längsgestreift: Mit Cornelia Scheel (links) und Hella von Sinnen sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere auf der Bühne des Beckumer Stadttheaters zu sehen. ©Martin Langhorst

Am Dienstag, 4. April 2017, um 20 Uhr ist Hella von Sinnen gemeinsam mit Cornelia Scheel auf der Bühne des Beckumer Stadttheaters zu sehen.

In der Sendung „Genial daneben” ist sie seit Kurzem wieder als Mitglied des Rateteams tätig und damit mehr in die Öffentlichkeit gerückt: Hella von Sinnen ist eine Institution in der deutschen Comedy-Szene. In Beckum liest sie aus dem Buch „Mildred Scheel – Erinnerungen an meine Mutter“, das Cornelia Scheel im vergangenen Jahr aus Anlass des 30. Todestages ihrer Mutter veröffentlicht hat. Wer Hella von Sinnen kennt, weiß, dass hier keine trockene Lesung zu erwarten ist, sondern dass sie die Bedeutung des Textes auf die ihr eigene pointierte Art unterstreichen wird.

Cornelia Scheel hat ihrer Mutter mit diesem Buch ein Denkmal gesetzt und damit einen Beitrag dazu geleistet, dass diese außergewöhnliche Frau nicht in Vergessenheit gerät.

Deutsche Krebshilfe und First Lady
Ärztin, alleinerziehende Mutter im konservativen Bayern der 1960er Jahre, Ehefrau des deutschen Außenministers Walter Scheel, später dann First Lady und Gründerin der Deutschen Krebshilfe – Mildred Scheel, Jahrgang 1932, war eine der einflussreichsten Frauen der deutschen Nachkriegszeit und genoss national und international hohes Ansehen. Dreimal wurde sie zur „Frau des Jahres” gekürt; niemals hätte sie sich als Feministin bezeichnet, und doch war sie vielen Frauen Vorbild: klug, unabhängig, meinungsstark und tatkräftig. Bis heute wirkt ihre Arbeit nach. So enttabuisierte Mildred Scheel das Thema Krebs und etablierte unter anderem als Erste eine Palliativstation in Deutschland. Ihre Arbeit für die Krebshilfe war unermüdlich – umso tragischer, dass sie selbst 1985 an dieser tückischen Krankheit starb. Mildred Scheels Tochter Cornelia schildert nicht nur ihre ganz persönlichen Erinnerungen, sondern auch, wie sehr ihre Mutter die Gesellschaft durch ihre Arbeit geprägt und verändert hat. Im Anschluss an die Lesung besteht Gelegenheit, Fragen zu stellen und ins Gespräch zu kommen.

Veranstalterinnen dieser Lesung sind die Öffentliche Bücherei Beckum und die Stadtbücherei Neubeckum.

Karten zu dieser Veranstaltung im Kartenvorverkauf: 15,50 Euro (ermäßigt 10,50 Euro) und an der Abendkasse: 17,50 Euro (ermäßigt 12,50 Euro).