Spielen mit Sicherheit und Konzept

Mit den nun doch recht frühlingshaften Temperaturen startet langsam auch die Spielplatzsaison. Anlass genug für den Bürgermeister, die Spielplätze und den Saisonstart in seiner aktuellen Kolumne in den Fokus zu nehmen.

„Thema im Fokus” März/April

Während es bei frostigen Temperaturen kleine und größere Kinder auch gut eingepackt nicht allzu lange draußen zum Spielen aushalten, lockt es uns bei den jetzt vorherrschenden frühlingshaften Temperaturen und Sonnenstrahlen vermehrt nach draußen. Das ist die optimale Zeit, die Spielplätze unserer Stadt gründlich auf Herz und Nieren zu prüfen. Je eine Mitarbeiterin der Städtischen Betriebe Beckum und des Fachdienstes Kinder-, Jugend- und Familienförderung fahren im ausklingenden Winter gemeinsam alle 40 Spielplätze, die 7 Bolzplätze und 12 Schulhöfe an und nehmen jedes Fundament, jeden Balken und jede Schraube ins Visier. Nach der gewissenhaften Prüfung werden einzelne Teile umgehend repariert oder ausgetauscht. 2 weitere Mitarbeiter sind das ganze Jahr über damit ausgelastet, die Spielflächen im wöchentlichen oder sogar täglichen Rhythmus auf weitere mögliche Gefahrenquellen oder wilden Müll zu kontrollieren. Der Spielplatz im Aktivpark Phoenix steht als hochfrequentierter Platz täglich im Fahrtenbuch, kleinere Arbeiten werden sofort durchgeführt. Und 4 Mal im Jahr werden Scharniere und bewegliche Teile auf ihre Funktion überprüft. Selbstverständlich werden bei den Geräten auch alle DIN-Normen eingehalten. Sicherheit für unsere Kleinen hat schließlich oberste Priorität.

Kinder- und Elternideen fließen ein
Und was muss ein Spielplatz darüber hinaus bieten? Zunächst einmal muss er gut erreichbar sein. Jedes Kind soll in einem Radius von 300 Metern Luftlinie ohne Begleitung und Überwindung von großen Straßen eine Spielfläche zum Toben, Laufen, Klettern oder Matschen erreichen können. Diese Faustregel wird konsequent beachtet. Und natürlich müssen die Plätze auch spannend und abwechslungsreich sein. Die Spielraumplanung 2020 befindet sich mitten in der Umsetzung. 9 Plätze sollen von 2015 bis 2020 aufgewertet werden. Eine Studie der Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung zeigt die Prioritäten auf. Bereits im vergangenen Jahr eröffneten Kinder, Eltern, Planer, Politik und Verwaltung gemeinsam den neuen Dschungelspielplatz an der Kampstraße. Zuvor haben viele im Rahmen einer breiten Beteiligung ihre Ideen eingebracht. So ist es kein Zufall, dass die Kinder sich hier heute fühlen können wie Tarzan und Jane. Gekostet hat der vollkommen neu gestaltete Spielplatz übrigens 85.000 Euro. An der Vellerner Straße finden sich die Jungen und Mädchen seit 2006 auf einer „Pirateninsel” wieder.

Spielplätze mit Konzept
Denn auch das steht im Konzept: Manche Flächen widmen sich einem bestimmten Thema oder einer Altersgruppe. So ist der Spielplatz Pflaumenallee mit seiner Vogelnestschaukel eher für kleinere Kinder gedacht. Und an der Heddigermarkstraße soll vornehmlich geklettert werden. Für 2018 stehen außerdem die Spielplätze Feuerstraße und Rote Erde auf der Agenda. Welche Konzepte hier entstehen und umgesetzt werden, wird die Bürger-, nein, vor allem die Kinderbeteiligung zeigen. Ein Trend zeichnet sich schon jetzt ab: Die Stadt Beckum setzt vermehrt auf recycelten Kunststoff. Der benötigt keinen neuen Anstrich, und morsch wird er auch nicht.

Qualität geht vor
Übrigens: Qualität ist uns wichtiger als Quantität. Wenn einzelne Spielflächen ausgedient haben, wartet der nächste Spielplatz an der nächsten Ecke, und im Flächennutzungsplan bleiben stillgelegte Spielplätze auf jeden Fall als Grünfläche erhalten. Wichtig ist, dass unsere Kinder in ihrer Nähe tolle Spielmöglichkeiten vorfinden, die ihre Phantasie und ihren Kreislauf anregen, damit sie abends richtig schön müde sind. Ich wünsche allen Kindern und Eltern eine schöne Spielplatzsaison!

Ihr
Karl-Uwe Strothmann

Spielplatzübersicht in unseren „Kinderklicks”

Thema im Fokus – die Kolumne des Bürgermeisters