Freizeitparadiese und Radrouten

Beckum ist eingebettet in die reizvolle Münsterländer Parklandschaft mit zahlreichen Wäldern, Wiesen und Kornfeldern. Es liegt inmitten der malerischen Beckumer Berge im südlichen Teil des Kreises Warendorf. Eine besondere Faszination üben die ehemaligen Steinbrüche und jetzigen Naherholungsgebiete Aktivpark Phoenix und Freizeitsee Tuttenbrock auf die Besucherinnen und Besucher aus. Ein attraktives Ziel für aktive Gäste ist der Freizeitsee Tuttenbrock – mit einem modernen Wasserski-Seilbahn-Park, einem Strandbad und gastronomischen Angeboten sowie einem Wanderweg rund um den türkisblauen See.

Ein informativer und im wahrsten Wortsinn aussichtsreicher Fahrradrundkurs ist die Zementroute Beckum, die interessante Einblicke in die frühere und heutige industrielle Zementproduktion gibt. Entlang verlassener Stätten der Industriekultur und durch einzigartige Landschaftsoasen zieht sich die Route auf 27 Kilometern durch das Zementrevier Beckum. Der beliebte WERSE RAD WEG folgt dem kleinen Fluss, der in Beckum entsteht.

 Infos zur Zementroute Beckum

 Videos über Beckum

 Homepage von TwinCable Beckum (Freizeitsee Tuttenbrock)

 Infos zum WERSE RAD WEG

Sommer am Freizeitsee Tuttenbrock
Frühling an der Pflaumenallee; Bild: Voege

Mit dem Rad durch den Steinbruch
Kletterwand im Aktivpark Phoenix

Historische Perlen und markante Höhepunkte

In der Innenstadt Beckums ist das historische Rathaus von 1441 und heutige Stadtmuseum besonders sehenswert. Hinter der eindrucksvollen Fassade beheimatet es unter anderem ein kleines, interaktives Karnevalsmuseum über die mehr als 500 Jahre alte, aber immer noch sehr lebendige Beckumer Karnevalstradition. Daneben ist die Propsteikirche St. Stephanus und Sebastian mit dem Prudentiaschrein – Westfalens wertvollstem Reliquienschrein – zu bewundern. Sehenswürdig sind auch das Ständehaus mit der Parkanlage „Westenfeuermarkt“ und ganz in der Nähe der letzte verbliebene Wehrturm der Stadt.

Beckums „Schöne Tochter“, der Stadtteil  Vellern, zeichnet sich durch ihren ländlichen Charakter und den historisch gewachsenen Dorfkern rund um den idyllischen Kirchplatz mit der Pfarrkirche St. Pankratius aus. Auf dem Höxberg steht der Wartturm „Soestwarte“. Von seiner Spitze genießt man einen weiten Blick auf die Soester Börde und die Beckumer Berge. Die historische Windmühle ganz in der Nähe ist ein weiteres Wahrzeichen Beckums.

Der Marktplatz mit dem Stadtmuseum; Bild: Immig
Das Ständehaus am Westenfeuermarkt; Bild: Immig

Feste feiern mit Niveau

Beckum gilt als heitere Stadt – das Feiern hat hier Tradition. Und das nicht nur wegen der vielen Schützenfeste und dem weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten und beliebten Beckumer Karneval. Auch zahlreiche kulturelle Höhepunkte zeichnen das Veranstaltungsprogramm Beckums aus. Im Stadttheater gibt es Theaterproduktionen und Kabarett vom Feinsten. Das Open-Air-Veranstaltungsprogramm „Beckumer Sommer“ lockt mit Live-Musik und internationalem Straßentheater zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus nah und fern auf die Straßen und Plätze der Stadt. Weiterer Höhepunkt im städtischen Veranstaltungskalender ist das traditionelle Stadtfest „Pütt-Tage“. Beim „Beckumer Wintervergnügen“ wird die Stadt festlich erleuchtet, dazu gibt es gemütliche Weihnachtsmärkte und eine Eisbahn.

Beckum, die Karnevalshochburg
Stadttheater der Kulturinitiative Filou; Bild: Immig

Straßentheater SCENARIO
Weihnachtszauber; Bild: Immig

Von Ackerbürgern, Zementbaronen und Industriellen

Beckum war einst eine reiche Ackerbürgerstadt an der Kreuzung zweier bedeutender Handelswege. Beckums zweite Blütezeit begann mit der industriellen Zementproduktion im 19. Jahrhundert. Der Raum Beckum wurde eines der größten und bedeutendsten Zementreviere der Welt. So gab es hier von 1872 bis 1930 insgesamt 33 Zementwerksgründungen, von denen heute noch zwei aktiv sind. Heute machen die weltweit erfolgreichen Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus Beckum zu einem der stärksten Exportstandorte in Nordrhein-Westfalen. Mit der industriellen Entwicklung eng verbunden ist auch die Entstehung der jüngeren Stadtteile  Roland und  Neubeckum, wo sich auch der Bahnhof befindet.

 

Ursprünge

Beckum ist seit 1224 im Besitz der Stadtrechte. Zahlreiche Funde belegen jedoch eine viel frühere Besiedlung Beckums. So wurde 1959 das Grab eines Fürsten aus dem siebten Jahrhundert entdeckt, das mit reichen Grabbeigaben bestückt war. Eine überdimensionale Nachbildung des Ringknaufschwertes aus dem Beckumer Fürstengrab ziert den Kreisverkehr am Ortsausgang Richtung Hamm. Es erinnert so an den ganz in der Nähe liegenden Fundort des Fürstengrabes. Der Künstler Paul Tönnißen schuf gemeinsam mit dem Metallbauer Martin Große-Lohmann die etwa 3,50 m hohe Schwertplastik. Zum Zeichen des Friedens steckt die Klinge in der Erde.

Schwertplastik Hammer Straße
Bahnhof Neubeckum; Bild: Immig

Mit allen Wassern gewaschen

Beckumer Pütt

Bekehem oder Bikehem wird die Stadt in alten Urkunden genannt, was Bachheim, das Heim an den Bächen bedeutet. Aus den drei Bächen, die auch das Stadtwappen bilden, entsteht die Werse, die die Stadt nach Westen verlässt und schließlich in die Ems mündet. Überhaupt ist Wasser das wiederkehrende Element in der Püttstadt. Mit Pütt meint man hier übrigens den Brunnen. Ehemalige Steinbrüche sind heute zu wunderschönen Wasserlandschaften geworden, die zum Entspannen und Sporttreiben einladen.

Schilda Westfalens

Übrigens ist Beckum die wahre Schildbürgerstadt, gibt es doch hier noch zahlreiche Zeugnisse der sogenannten Beckumer Anschläge. Bei einem Spaziergang durch Beckum kann man zahlreiche Kunstwerke von namhaften Beckumer Künstlern entdecken, die sich mit den Schildbürgerstreichen auseinandersetzen. Der Brunnen auf dem  Beckumer Marktplatz, ein Werk von Heinrich Gerhard Bücker, erinnert an den Beckumer Anschlag vom „Beckumer Pütt“. In der Hochzeit des Karnevals hängen die sogenannten „Püttrologen“ traditionell eine Fahne mit der Zeichnung vom „Beckumer Pütt“ aus dem alten Rathaus. Die Innenbemalung der „Soestwarte“ zeigt Illustrationen einiger Beckumer Anschläge.

                          

Beckumer Gastlichkeit

Brauerei Stiefel-Jürgens; Bild: Immig

Als die Zementindustrie in Beckum ihren Höhepunkt erlebte, hatte die Stadt auf 100 Einwohnerinnen und Einwohner je eine Gastwirtschaft. Damit zählte Beckum zu den Orten mit der höchsten Kneipendichte in Deutschland. Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs gab es hier noch 15 Brauereien. Davon blieb einzig das Brauhaus Stiefel-Jürgens, die älteste Brauerei Westfalens, die seit 1680 nachweislich Bier braut. Kornbrennereien gab es in Beckum so viele wie einst Zementwerke. Heute produzieren noch zwei Brennereien Korn und andere Spirituosen. So vielfältig wie Beckum selbst, präsentiert sich auch die heimische Gastronomie. Von urigen Kneipen und traditionellen Gasthäusern in der Innenstadt über idyllische Ausflugslokale bis hin zu erstklassigen Restaurants und Hotels gibt es Angebote für jeden Anlass und Geschmack.

Und das sind noch längst nicht alle Gründe, warum Beckum einzigartig und mehr als einen Besuch wert ist.

Genießen auch Sie Ihren Aufenthalt im vielfältigen und schönen Beckum!