Politikinteressierte Jugendliche für Jugendparlament gesucht

Aus der letzten Gruppe, die 2019 am Projekt „Kommunalpolitik erleben” teilgenommen hat, ist die Idee entstanden, eine überpartleiche Jugendpolitik-Organisation nach dem Vorbild eines Jugendparlaments zu gründen. Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei Marion Matuszek. Wir leiten das gerne an die Initiatoren weiter.

Wie funktioniert Politik?

Die Stadt Beckum hat das Jugendpolitikprojekt „KOMM!!NAL Politik erleben" mittlerweile 4 Mal mit großem Erfolg durchgeführt.

Jungen Menschen Politik aus nächster Nähe näherbringen
Ziel von „KOMM!!NAL Politik erleben” ist, dass die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 erfahren, wie Kommunalpolitik vor ihrer Haustür funktioniert. Sie lernen Beckumer Kommunalpolitikerinnen und -politiker kennen, schauen ihnen über die Schulter und erleben, wie deren politischer Alltag aussieht.

Dafür nahmen die Jugendlichen an den Fraktionssitzungen der im Rat der Stadt Beckum vertretenen Fraktionen (CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FWG und FDP) teil. Hier werden die Sitzungen des Rates und seiner Ausschüsse vorbereitet, wozu sie ebenfalls eingeladen waren. Sie erfuhren, welche Aufgaben die Stadt Beckum hat und welche Menschen an der Erfüllung dieser Aufgaben beteiligt sind.

Ansprechpartnerin für das Projekt: Marion Matuszek

Online-Sitzungskalender (Bürgerinfoportal)

Projektabschluss am 10. April 2019

2 Monate lang haben sie in Rats-, Ausschuss- und Fraktionssitzungen Lokalpolitik aus nächster Nähe erfahren und auch gelernt, wie aufwändig ein politisches Ehrenamt sein kann: 24 Schülerinnen und Schüler der Beckumer Schulen.

Um das Demokratieverständnis und die Beteiligung von Jugendlichen an politischen Prozessen zu fördern, wurde das Projekt „Kommunalpolitik erleben” 2015 ins Leben gerufen. Damit treffen die Verantwortlichen wohl ins Schwarze, denn es melden sich mehr Jugendliche an, als es Plätze in den Fraktionen gibt. Gestern kam das Projekt im Rahmen der Ratssitzung zum Abschluss.

Mitwirkung in den politischen Gremien
Die Jugendlichen waren nach dem Zufallsprinzip auf die 5 Ratsfraktionen verteilt worden und wurden dort von Mentorinnen und Mentoren betreut. Das wussten die Jugendlichen zu schätzen, denn die Vorlagen sind mitunter schwere Kost, da sie rechtssicher formuliert sein müssen. Dass das Projekt trotzdem gut ankam, zeigten die positiven Rückmeldungen kurz vor Projektabschluss. Im Rahmen der Ratssitzung standen die politisch interessierten Jugendlichen, die viel von ihrer Freizeit für das Projekt geopfert haben, dann noch einmal im Mittelpunkt des Interesses. Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann händigte ihnen unter Applaus der Ratsmitglieder ihre Teilnahmeurkunde aus. Vielleicht ist sie mal der entscheidende Pluspunkt bei einer Bewerbung. Auf jeden Fall dürften die Jugendlichen weit mehr für sich mitgenommen haben als die Urkunde.

Fahrt zum Landtag stand auf dem Stundenplan
Höhepunkt des für die Jugendlichen kostenfreien Projekts war auch in diesem Jahr die gemeinsame Fahrt zum Düsseldorfer Landtag. Dort trafen sie den CDU-Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum und simulierten eine Plenarsitzung. Das Projekt richtet sich vornehmlich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 in allen Schulformen. Es soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden

Fahrt zum Landtag nach Düsseldorf am 27. Februar 2019

Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 des Albertus-Magnus-Gymnasiums, der Sekundar- und Gesamtschule, des Kopernikus-Gymnasiums sowie Auszubildende der Stadt Beckum nahmen am Aktionstag „Landtag macht Schule” teil. Begleitet wurden die Jugendlichen von Jochen Feichtinger und Hubert Kottmann (SPD-Fraktion), Gregor Stöppel und Markus Schiewe (FWG-Fraktion). Auf dem Programm stand eine Diskussion mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Henning Rehbaum. Die Jugendlichen erfuhren Demokratie live vor Ort, erhielten einen Einblick in die Arbeitsweise des Landesparlaments und diskutierten über aktuelle Themen.

Auf der Tagesordnung der simulierten Plenarsitzung stand passend zur Jahreszeit eine fiktive Änderung des Schulgesetzes Nordrhein-Westfalen mit der Einführung eines „Kostümzwangs an Schulen”. Zudem tauschten sie sich mit dem Präsidenten des Landtags, André Kuper, sowie den Vizepräsidentinnen Carina Gödecke und Angela Freimuth und Vizepräsident Oliver Keymis aus. Die Schülerinnen und Schüler aus Beckum trafen dort auf Jugendliche aus Bochum, Halver, Lemgo, Ratingen, Bochum, Düsseldorf, Goch, Leverkusen, Leverkusen-Opladen, Pulheim, Verl und Wuppertal. „Im Landtag zeigen wir: Parlamentarische Demokratie ist spannend und in der Landespolitik geht es um Themen, denen jungen Menschen im Alltag begegnen”, sagte Kuper.

Auftaktveranstaltung liefert erste Einblicke in die Gremienarbeit

26 Jugendliche aus den weiterführenden Schulen nehmen am Jugendprojekt „Kommunalpolitik erleben” teil. Beim Auftakt gab es einen ersten Einblick in die Gremienarbeit.

In der Aula der Antoniusschule, in der auch häufig die Ratssitzungen stattfinden, trafen Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Jahrgänge mehrerer weiterführender Schulen Beckums auf Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker der 5 Ratsfraktionen. Aus erster Hand erfuhren sie, wie Entscheidungen vorbereitet und getroffen werden. Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann gab einen Abriss über das Zusammenspiel von Rat und Verwaltung und stellte die Akteurinnen und Akteure vor.

Umfassendes Programm bietet viele Einblicke
Bis Mitte April erleben die angemeldeten Schülerinnen und Schüler in 5 Modulen Kommunalpolitik in der Praxis. Nach dem Auftakt ging es direkt in medias res. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in den Fraktionen nahmen die ihnen per Zufall zugewiesenen Jugendlichen mit in ihre Fraktionssitzung. Im Rahmen des 2-monatigen Projekts nehmen die jungen Menschen zudem an Rats- und Ausschusssitzungen teil, wo Beschlüsse dann konkret beraten oder getroffen werden. Auch ein Besuch des Landtags steht auf dem Programm. Der Landtagsabgeordnete Henning Rehbaum wird die Gruppe in Düsseldorf empfangen und mit ihnen diskutieren. Hier läuft zeitgleich das Projekt „Landtag macht Schule”. In der Ratssitzung am 10. April werden die Jugendlichen zum Projektabschluss Urkunden ausgehändigt bekommen.

Aus Platzgründen wurde die Teilnehmerzahl begrenzt. 15 Angemeldete konnten für das Gesamtprojekt nicht berücksichtigt werden, dürfen aber mit zum Landtag fahren.

Demokratie in der Praxis
Das Projekt wurde in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 3. Februar 2015 beschlossen und wird in diesem Jahr bereits zum 4. Mal durchgeführt. Ziel ist es, das politische Interesse bei Jugendlichen zu fördern und sie umfassend in kommunalpolitische Beratungen und Entscheidungen einzubeziehen. Sie erleben Demokratie vor der Haustür und in der Praxis, lernen Beckumer Kommunalpolitikerinnen und -politiker persönlich kennen, schauen ihnen über die Schulter und erleben, wie der politische Alltag aussieht.