Arbeiten im Wald und an den Straßenbäumen

Zurzeit finden in einigen Bereichen Baumfällarbeiten statt. Im Zuge der sommerlichen Dürren leiden viele Bäume unter Krankheiten. 

Wo sind die Arbeiten erforderlich?
Wer in diesen Tagen durch die heimischen Wälder fährt, dem fällt auf, dass weitere Fällarbeiten in den städtischen Forst- und Grünflächen erforderlich sind. So werden in den nächsten Wochen unter anderem Bäume im Bereich Werseweg/Hammer Straße und in Teilbereichen „Am Volkspark“ in Neubeckum zu fällen sein. Es kann zeitweise zu Beeinträchtigungen und Absperrungen von Wegen kommen. Diese Absperrungen sind schon zum Eigenschutz zwingend zu beachten. So gut wie abgeschlossen sind die Arbeiten am Höxberg und an der Landwehr.

Trockenheit und Krankheiten
Das dritte Dürrejahr in Folge hat dem Wald- und Baumbestand in Beckum stark zugesetzt. Dadurch wurden Baumkrankheiten begünstigt, die zu einem untypischen Baumsterben führen. Das betrifft auch in diesem Jahr vor allem alte Rotbuchen auf den Kuppenlagen der Beckumer Berge wie zum Beispiel am Höxberg. Darüber hinaus litten auch Straßen- und Parkbäume unter der Trockenheit. So verteilt sich über das gesamte Stadtgebiet die Rindenrußkrankheit an dem Bergahorn.

Die Rindenrußkrankheit ist ein neuer Schadpilz, der vor allem vorgeschädigte Bergahornbäume befällt und innerhalb kurzer Zeit absterben lässt. Symptome sind absterbende Rindenteile, Stammrisse und ein schwärzlicher Schleimfluss am unteren Stamm. Danach welken rasch die Blätter oder sie treiben nicht mehr aus, und es platzen Rindenteile ab. Die Krone vertrocknet dann in kurzer Zeit und ist extrem bruchgefährdet. Der Bergahorn wächst in Beckum in allen Wäldern und Baumgruppen, so dass Vorsicht im Wald und an Wegen geboten ist.

Was geschieht mit den Bäumen?
Die von der Krankheit befallenen Stämme dürfen nach dem Fällen nicht weiterverarbeitet werden. Sie bleiben nach dem Fällen vor Ort und werden so dem natürlichen Kohlenstoffkreislauf zugeführt. In Waldinnenbereichen bleiben die absterbenden Bäume stehen und bereichern so als  „stehendes Totholz“ das Ökosystem. Noch zu verwertendes, schadbildfreies Holz wird vom Unternehmer abtransportiert. Zur Regeneration der städtischen Waldflächen setzen die Verantwortlichen auf das Instrument der natürlichen Verjüngung des Waldes, da sich damit an den Klimawandel angepasste Baumarten auf natürliche Weise an den hiesigen Standorten durchsetzen.

Wer führt die Arbeiten durch?
Alle Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem Revierförster von Wald und Holz NRW und werden zeitgleich durch ein beauftragtes Unternehmen und die Städtischen Betriebe Beckum durchgeführt.

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Schild im Wald weist auf Baumfällungen hin