Bahn frei für die Bahnstation

Der Bahnhaltepunkt Beckum-Neubeckum wurde nach langer Bauzeit am Dienstag offiziell übergeben. Mit 3 Aufzügen, höheren Bahnsteigen und taktilen Leitsystemen sind die Bahnsteige erstmalig barrierefrei erreichbar.

Die Hauptveränderung besteht darin, dass die täglich rund 1 600 Reisenden das alte Bahnhofsgebäude nicht mehr nutzen, sondern durch einen neuen Fußgängertunnel geführt werden. Martin Novosad, Bahnhofsmanager der Deutschen Bahn, erläuterte die Details der Baumaßnahme, die bereits im Dezember 2014 gestartet wurde. Mit den Maßnahmen zur Barrierefreiheit sei die Station nun den heutigen Bahn-Standards angepasst. Auf den Bahnsteigen wurde zudem in neue Beleuchtung, neue Tafeln, Bedachung und Windschutz investiert.

Die ursprünglich für Ende 2017, Mitte 2018 geplante Fertigstellung sei immer wieder empfindlich außer Takt geraten. 2 Einbruch-Diebstähle, ein Wassereinbruch und Vandalismus hätten für deutliche Verzögerungen gesorgt. Er entschuldigte sich bei den anwesenden Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung und bei den Pendlerinnen und Pendlern für dieses Ärgernis. Dafür habe er einige zusätzliche Gelder bereitstellen können, etwa für ein Dach über dem Fahrkartenautomaten oder ein besonderes Highlight, das die Passantinnen und Passanten im langen Tunnel erwartet.

Beckum-Bilder als Hingucker im Tunnel
Diesen zieren nun 12 großformatige Fotos aus dem reichhaltigen Fundus von Designer Wolfgang Immig, die die Reisenden bei ihrer Ankunft anhand typischer Beckumer Motive wie Ständehaus, Freibad Neubeckum oder Rolandsee auf die Stadt einstimmen. Hinzu kommt eine 78 Meter lange Silhouette, die viele bekannte Bauwerke aus allen 4 Stadtteilen zeigt. Die Kosten für diese außergewöhnlichen Verschönerungsmaßnahmen in Höhe von 15.000 Euro hat die Deutsche Bahn übernommen.

Was ist machbar für das denkmalgeschützte Gebäude?
Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann bedankte sich für die Umsetzung seiner Idee und erläuterte noch einmal die Bedeutung des Bahnhofs, der nun auch offiziell in Betrieb genommen wurde. Für das davon abgekoppelte, denkmalgeschützte Gebäude, das sich seit einigen Monaten wieder im Eigentum der Stadt Beckum befindet, wird zurzeit eine Machbarkeitsstudie erstellt. Damit sollen der bauliche Zustand und mögliche wirtschaftliche und städtebaulich tragfähige Optionen für die Nachnutzung ermittelt werden. Die Ergebnisse aus dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept für die Innenstadt Neubeckum (ISEK Neubeckum) sollen dort berücksichtigt werden. Der gesamte Bahnhofsbereich soll als Mobilitätsknotenpunkt weiterentwickelt werden.

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Der Bahnhaltepunkt wurde an gängige Standards angepasst. Es gibt nun unter anderem 3 Aufzüge zu den Bahnsteigen.
Die Zementindustrie prägt die Stadt, das und mehr erfahren die Reisenden beim Gang durch den aufgewerteten Tunnel. Die Projektbeteiligten stehen am großformatigen Foto.
Die Zementindustrie prägt die Stadt, das und mehr erfahren die Reisenden beim Gang durch den aufgewerteten Tunnel. Am Projekt beteiligt waren v. l. Dieter Gailus (Stadt Beckum), Wolfgang Immig, Bahnhofsmanager Martin Novosad, Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann und Maria Hackmann vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe.
Die Stadtsilhouette über den Bildern mit vielen Beckumer Motiven ist rekordverdächtige 78 Meter lang.