Bürgermeister berichtet zur Lage

Wochenrückblick zur „Corona-Krise” von Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann vom 24. April 2020

 

Liebe Beckumerinnen und Beckumer,

ich beginne meinen Wochenbericht mit einem dringenden Appell. Bitte halten Sie sich weiter an die Regeln: Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen, Hygieneregeln befolgen, Freunde, Angehörige und Bekannte über Telefon oder Video-Chat kontaktieren, ab Montag in den Geschäften und im ÖPNV Mund und Nase bedecken. Nur, wenn wir das wirklich weiter durchhalten, ist die Gefahr gebannt, das bisher Erreichte nicht zu verspielen. Wir haben die Pandemie trotz der aktuell guten Zahlen nicht überwunden, wir stehen nach wie vor erst am Anfang.

Ich kann die Nöte und Ängste der Selbstständigen sehr gut verstehen, die darauf drängen, auch ihr Geschäft wieder in vollem Umfang betreiben zu dürfen. Daher haben wir die Mahnwache der Gastronomen unter dem Motto „Leere Stühle” unter Auflagen gerne genehmigt. Ich kann auch all diejenigen verstehen, die nach wochenlangen Einschränkungen die Zügel wieder lockerer lassen wollen. Aber genau das dürfen wir jetzt nicht riskieren! Die Virologen sind zu Recht entsetzt über Bilder von größeren Menschengruppen in Parks oder Fußgängerzonen.

In Beckum ist die Lage weitgehend unauffällig. Und dafür bin ich sehr dankbar! Für diese Rücksicht, für diese Weitsicht bedanke ich mich ganz herzlich bei allen, die ihren Teil dazu beitragen. Halten wir weiter durch. Es ist eine Mammutaufgabe, die uns noch eine längere Zeit bleibt. Da zählt, was jede und jeder Einzelne daraus macht.

Es gibt ja viele schöne Beweise dafür, dass unsere Gesellschaft erfinderisch ist und in der Krise zusammensteht. In dieser Woche haben wir die Schutztier-Aktion für Kinder beendet. Über die aufmunternden Briefe und die schönen Bilder mit Schmetterlingen, Marienkäfern, Löwen oder Phantasietieren habe ich mich sehr gefreut. Neben den Tipps gegen Langeweile gibt es nun auch das Angebot #Youklicks speziell für Jugendliche. Schaut mal rein, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Stadtteilzentren freuen sich, von euch zu hören, zu lesen oder euch virtuell zu treffen.

In dieser Woche haben die weiterführenden Schulen für die Abschlussjahrgänge wieder ihre Türen geöffnet. Auch das geschieht unter großen Sicherheitsvorkehrungen. Und doch ist es, ebenso wie die Öffnung weiterer Läden im Einzelhandel, ein erster Schritt zurück zum gewohnten Alltag. Für die anderen Schülerinnen und Schüler und für kleinere Kinder gilt das noch nicht. Ich weiß, wie zermürbend das ist, besonders für Familien mit kleinen Kindern. Das ist eine große Herausforderung, die viel Kraft und Flexibilität erfordert. 

Ab nächster Woche müssen wir eine Alltagsmaske tragen, wenn wir ein Geschäft betreten, auf dem Wochenmarkt einkaufen gehen oder mit Bus oder Zug fahren. Das ist zwar lästig und gewöhnungsbedürftig. Ich bin aber sicher, dass man sich dennoch schnell daran gewöhnen kann und dass die Beckumerinnen und Beckumer vernünftig mit den neuen Regeln umgehen.

Bleiben wir gemeinsam achtsam und passen auf uns auf!

Zurück
Bild: Fotokult Beckum