Hoffen auf den Mitnahmeeffekt

"Trampen" war gestern: (v. l.) Jörg Linnenbrink, Michael Dilla (beide Beumer-Group), Herbert Essmeier, Eggi Steinhoff und Tobias Illbruck (alle Stadt Beckum) setzen auf Mitfahrbänke.

„Ich möchte in deine Richtung mitfahren” – das signalisiert, wer auf einer der neuen Mitfahrbänke sitzt. Und dann hält hoffentlich schon bald ein noch nicht vollbesetztes Auto und nimmt die wartende Person mit.

Was in vielen Städten und Gemeinden bereits erfolgreich umgesetzt wurde, wird nun auch in Beckum erprobt. Mitfahrbänke sehen in etwa wie Bushaltestellen aus, nur, dass die Wartenden eben von einem vorbeifahrenden Fahrzeug mitgenommen werden möchten.

Ergänzung des Angebots und Beitrag zum Umweltschutz
Das neue Angebot soll zum einen den öffentlichen Personennahverkehr ergänzen, zum anderen die Umwelt entlasten. Wer auf das eigene Fahrzeug verzichtet bzw. Leerplätze anbietet, leistet einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz.

Eine Vorbereitungsgruppe hatte sich über dieses Konzept Gedanken gemacht und möchte nun mit dieser Teststrecke ausprobieren, wie Mitfahrbänke angenommen werden. Bei erfolgreicher Erprobung soll das Angebot sternförmig aus dem Beckumer Zentrum in mehrere Richtungen ausgedehnt werden.

Verbindung zwischen Oelder Straße und Vellern
Für den Anfang hat sich das Initiatorenteam die Verbindung nach Vellern ausgesucht: Die eine Bank steht vor der Maschinenfabrik Beumer an der Oelder Straße, die in Gegenrichtung in Vellern am Rand des Hotelgrundstücks „Alt Vellern”. Und dass die Farbe der Bänke dem Busbahnhof nachempfunden wurde, ist auch kein Zufall. Für den Probelauf erhielt das Projekt bereits Unterstützung vom Berufskolleg (Bänke), der Firma Stövesand (Farbe), der Firma Beumer, des Hotels „Alt Vellern” und aus Mitteln des Projekts UmweltBEwusst der Stadt Beckum.