Interessierte für den Integrationsrat gesucht

Beckumerinnen und Beckumer mit und ohne Migrationshintergrund können sich für eine Kandidatur aufstellen lassen.

Die Themen im Integrationsrat der Stadt Beckum sind vielfältig, aber immer geht es um politische Teilhabe und Belange von Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund. Nachdem die Hauptsatzung in der letzten Ratssitzung geändert wurde, steht der Wahl eines neuen Integrationsrates am 13. September nichts mehr im Wege. Rund 5 000 Wahlberechtigte dürfen dann wählen, wer ihre Interessen vertreten und Anregungen und Impulse in Richtung des Rates geben soll. Aufgrund der Corona-Pandemie ist es nun nicht mehr erforderlich, zuvor 200 Unterschriften für die Wahl eines Integrationsrates zu sammeln.

Interessierte können sich beim Fachdienst Soziale Dienste melden
Gesucht werden Beckumerinnen und Beckumer mit und ohne Migrationshintergrund, die sich als Kandidat oder Kandidatin für den neuen Integrationsrat aufstellen lassen möchten. Die Personen oder Gruppierungen, die grundsätzliches Interesse haben, sollten sich kurzfristig mit dem Leiter des Fachdienstes Soziale Dienste der Stadt Beckum Martin May-Neitemann in Verbindung setzen, 02521 29-470, may-neitemann@beckum.de. Auch die bisherigen Vorsitzenden Aydin Ustaoglu (Vorsitzender) und Danuta Kleineaschhoff (Stellvertretende Vorsitzende) informieren gerne über ihre Arbeit. Wer sich zur Wahl stellen möchte, muss dies bis zum 27. Juli, kundgetan haben.

Seit 2010 hat die Stadt Beckum einen Integrationsrat. Der aktuelle Integrationsrat sieht sich als beratendes Gremium für die kommunalen politischen Gremien. Verschiedene Anregungen fanden Gehör und wurden politisch durchgesetzt. So wurde auf Initiative des Integrationsrates ein Bildungswegweiser für Menschen mit Migrationshintergrund erstellt. Mehrere kommunale Satzungen, die Einfluss auf das Leben und die Teilhabe der Menschen haben, wurden hier beraten. Der Integrationsrat organisiert zudem das Fest der Kulturen mit. Auch im Landesintegrationsrat ist das Team um den Vorsitzenden Ustaoglu und seine Stellvertreterin vertreten.

Kommunalpolitische Vorerfahrung ist nicht nötig
Martin May-Neitemann betont, dass kommunalpolitische Vorerfahrungen für die Arbeit im Integrationsrat nicht erforderlich sind. „Wir unterstützen die Leute und möchten die bestehenden Strukturen gerne weiterführen, hoffen aber auch auf neue Impulse”, so der städtische Mitarbeiter. Aydin Ustaoglu geht nach 10 Jahren im Integrationsrat, von denen er 5 Jahre den Vorsitz hatte, nun den Schritt in die Kommunalpolitik. „Die Arbeit im Integrationsrat war eine ganz wertvolle Erfahrung. Die Fachbereiche und Fachdienste in der Verwaltung sind eine große Hilfe bei allen Themen, die auf unserer Tagesordnung standen”, macht er denen Mut, die in seine Fußstapfen treten möchten.

Fachbereichsleiter Herbert Essmeier ergänzt: „Wir haben immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund, was ja auch zeigt, wie wichtig die Arbeit des Integrationsrats auch in der Zukunft ist. Da sind zum einen die Flüchtlinge, die vor einigen Jahren zu uns gekommen sind, aber auch die Werksarbeiter von Tönnies, die aktuell im Fokus stehen.”

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v. l. Herbert Essmeier, Danuta Kleineaschhoff, Aydin Ustaoglu und Martin May-Neitemann.
v. l. Herbert Essmeier, Danuta Kleineaschhoff, Aydin Ustaoglu und Martin May-Neitemann.