Kanalsanierung im Schlauchlining-Verfahren

Im südlichen Stadtgebiet werden seit September mehrere Kanäle im Schlauchlining-Verfahren saniert. Das Gebiet umfasst die Straßen Hansaring, Stauverweg, Bremer Straße, Hamburger Straße, Augustin-Wibbelt-Straße, Soestweg, Everkeweg und die Straße Im Lehmkühlchen.

Gutes Wetter erforderlich
Aktuell wird die Maßnahme am Hansaring in Höhe des Berufskollegs durchgeführt, die witterungsbedingt mehrfach verschoben werden musste. Bei dem Kanal mit einem Durchmesser von 900 Milimetern musste auf eine „Gut-Wetter-Periode“ gewartet werden, da der Einbau abwasserfrei erfolgt und das ankommende Abwasser oder Regenwasser umgeleitet werden muss.

Schlauch aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK)
Bei dem sogenannten Schlauchlining handelt es sich um ein grabenloses Sanierungsverfahren, bei dem ein spezieller Schlauch aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) eingebracht wird.  Der textile Schlauch aus Glasfasern wird mit einem Harz imprägniert und auf der Baustelle in den Kanal eingelassen. Mit Druckluft wird dieser Schlauch formschlüssig an den alten Kanal angepresst und mittels UV- Licht ausgehärtet. Für die sanierten Kanäle wird eine Nutzungsdauer von 50 Jahren angenommen.

Verfahren bietet deutliche Vorteile
Im Vergleich zu einer Erneuerung in offener Bauweise bietet dieses Verfahren erhebliche Kostenvorteile, da ausschließlich über die angrenzenden Schächte gearbeitet wird und keine Erd- bzw. Bauarbeiten erforderlich werden. Zudem sind die Einschränkungen im Straßenverkehr sehr gering.

Zurück
Der Inliner wird eingezogen. Blick in den Kanal.
Der Inliner wird eingezogen.
Einzug der UV-Lichterkette zur Aushärtung
Einzug der UV-Lichterkette zur Aushärtung