Kleingärten im Aufwind

Wartelisten statt Leerstand: Über die aktuelle Lage bei den Kleingärten informierten sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker und Bürgermeister im Kreis Warendorf im Beckumer Ständesaal.

Besonders für Familien ist es attraktiv, einen Kleingarten zu hegen und zu pflegen, eigenes Obst und Gemüse zu ernten und sich im Grünen aufzuhalten. Und das schlägt sich auf die Zahlen nieder. Rolf Rosendahl vom Bezirksverband der Kleingärtner zählte auf: Zurzeit gibt es 22 Vereine, 28 Anlagen und 1 500 Mitglieder im Verband. Kleingärten leisten zudem einen Beitrag zur Integration. So kümmern sich beispielsweise in Sendenhorst syrische Flüchtlingsfamilien um 2 Gärten, während sich andere Mitglieder des Verbandes um die Familien kümmern. Diese und andere Beispiele veranlassten Reinhold Sendker und die Bürgermeister im Kreis zu dem Fazit: Die Kleingartenvereine im Kreis Warendorf sind ein Aktivposten. Und ihre Gärten sind die schönsten. Bei einem Tag der offenen Tür sind die Bürgermeister in die Anlagen geladen, um sich vor Ort davon zu überzeugen.   

Kündigungsschutz und Deckelung des Pachtzinses
Weiterhin machten die Verbandssprecher deutlich, dass am Bundeskleingartengesetz nicht gerüttelt werden dürfe. Bei Kommunen genießen Kleingartenanlagen einen besonderen Kündigungsschutz und eine Deckelung beim Pachtzins. Die Laubengröße ist für alle Anlagen, die nach 1983 gebaut wurden, auf 24 Quadratmeter begrenzt. Kommt es aber zum Pächterwechsel, so muss rückgebaut werden, erklärte der Verbandssprecher. Froh sei er darüber, dass das Kleingartenwesen beim Land Nordrhein-Westfalen Verfassungsrang genieße. Rosendahl berichtete zudem über den internen Schlichtungsausschuss, in dem in drei Vierteln aller Fälle Einigung erzielt werde und die Gerichte somit entlastet würden.

Der Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker hatte die regelmäßigen Gespräche vor vielen Jahren ins Leben gerufen. Sie finden alle 2 Jahre in Beckum statt.

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Der Bundestagsabgeordnete Reinhold Sendker und Bürgermeister Dr. Karl-Uwe Strothmann (2. und 3. v. re.) mit den Bürgermeistern von Ennigerloh, Warendorf, Sassenberg, Oelde und Ostbevern und Vertreterinnen und Vertretern des Bezirksverbandes der Kleingärtner.