Konsumkritischer Spaziergang zu Kinderarbeit

Bei herrlichem Sonnenschein nahm Antje Ruhmann, Sprecherin der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Beckum, 11 Interessierte mit auf einen konsumkritischen Spaziergang durch Beckum. Anlässlich der Fairen Woche und des Weltkindertages stand dabei das Thema Kinderarbeit im Fokus, denn 152 Millionen Kinder auf der Welt müssen arbeiten.

Bei der ersten Station berichtete Antje Ruhmann über Kinderarbeit beim Abbau von Mica, einem Mineral, das Kosmetikprodukten wie Rouge einen Schimmer verleiht. Zertifizierte Naturkosmetik aus dem Reformhaus stellte Gabriele Pröpsting als mögliche Alternative vor. Weiter ging es mit einem Einblick in die Herstellung von Grabsteinen. Seit dem 1. Januar dieses Jahres dürfen in Nordrhein-Westfalen nur Grabsteine aufgestellt werden, die nachweislich ohne Kinderarbeit hergestellt wurden. Welche Herausforderungen eine vorgeschriebene Zertifizierung mit sich bringt und welche regionalen Alternativen es gibt, stellte Steinmetz Andreas Magera dar.

Zum Schluss gab es im Pfarrheim St. Stephanus bei fairer Verkostung durch Annegret Kortmöller von der Aktionsgemeinschaft Eine Welt Informationen rund um Kinderarbeit in der Shrimps-Industrie sowie praktische Einkaufstipps und Infos zu den Siegeln. „Wir hatten einen spannenden Austausch mit einer sehr interessierten Gruppe und konnten im Hinblick auf den Weltkindertag das Thema ausbeuterische Kinderarbeit besonders in den Blick nehmen”, freute sich Antje Ruhmann über den gelungenen Rundgang.

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Antje Ruhmann (2. v. r.) und Gabriele Pröpsting (r.) berichten von Kinderarbeit beim Abbau von Mica, das für Kosmetik verwendet wird.