Was gilt ab 24. November?

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat die ab 24. November geltenden Regeln vorgestellt. Demnach gilt im Freizeitbereich ab Mittwoch überwiegend die 2G-Regel.

Zugang haben dann zu vielen Freizeitaktivitäten nur noch Geimpfte und Genesene. Von einer „Pandemie der Nicht-Geimpften auf den Intensivstationen” sprach Laumann auf einer Pressekonferenz zu den Regelungen für NRW ab Mittwoch, den 24. November. Die neuen Regeln sind nicht an lokale Hospitalisierungsraten gebunden, sie gelten für ganz NRW. Er verwies zugleich auf eine verhältnismäßig hohe Durchimpfungsrate bei den Über 18-Jährigen in NRW (etwa 85 Prozent).

Ab 24. November sind viele Betätigungen in der Freizeit zumindest daran geknüpft, ob eine Impfung oder eine Genesung nachgewiesen werden kann. 2G gilt dann etwa für den Besuch von Cafés und Restaurants oder Veranstaltungen. Auch Weihnachtsmärkte fallen unter die 2G-Regel. Da, wo es besonders eng wird, muss zudem ein negatives Testergebnis vorgelegt werden, etwa in Bars und Clubs. Die 3G-Regel gilt am Arbeitsplatz sowie beispielsweise in Hochschulen und Mensen, in kommunalen Gremien, bei Trauungen, Beerdigungen oder beim Friseurbesuch.

Regeln im Überblick:

2G-Regeln im Kultur- und Freizeitbereich

  • Der Besuch von Veranstaltungen und Einrichtungen im Kultur-, Sport- und Freizeitbereich ist nur noch immunisierten Personen gestattet, die vollständig geimpft oder genesen sind. Darunter fallen Besuche von Museen, Ausstellungen, Konzerten, Theatern, Kinos, Tierparks, zoologischen Gärten, Freizeitparks, Schwimmbädern und Wellnesseinrichtungen.
  • Der Besuch von Sportveranstaltungen, Weihnachtsmärkten und Volksfesten fällt ebenso unter diese Regelung wie touristische Übernachtungen oder die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen (mit Ausnahme medizinischer oder pflegerischer Dienstleistungen oder Friseurbesuche).

2G-plus-Regel in Einrichtungen mit hohem Infektionsgeschehen

  • Der Besuch von Clubs, Diskotheken, Tanzveranstaltungen, Karnevalsfeiern und vergleichbaren Brauchtumsveranstaltungen ist nur noch immunisierten Personen gestattet, die zusätzlich einen negativen Testnachweis vorweisen können.
  • Dieser kann in Form eines Schnelltestes (nicht älter als 24 Stunden) oder eines PCR-Testes (nicht älter als 48 Stunden) erfolgen. Gleiche Regelung gilt für die Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen.

Ergänzung der 3G-Regelungen

  • Im Bereich von nicht freizeitbezogenen Einrichtungen und Veranstaltungen bleiben bestehende 3G-Regelungen erhalten und werden auf weitere, bisher nicht zugangsbeschränkte Angebote ausgedehnt. Demnach ist der Zutritt zu Versammlungen in Innenräumen, Veranstaltungen der schulischen, hochschulischen, beruflichen oder berufsbezogenen Bildung, Messen, Kongressen und Sitzungen kommunaler Gremien nur noch geimpften, genesenen oder negativ getesteten Personen gestattet.
  • Auch für Beerdigungen, standesamtliche Trauungen, Friseurbesuche und nicht-touristische Übernachtungen gilt die Nachweispflicht über eine Impfung, Genesung oder Testung.

Veranstaltungen

  • Bei Veranstaltungen mit mehr als 5 000 Zuschauerinnen und Zuschauern gilt weiterhin eine Kapazitätsbegrenzung: Hier darf bei Veranstaltungen mit Steh- oder Sitzplätzen die über 5 000 Zuschauende hinausgehende Kapazität nur zu 50 Prozent ausgelastet werden. Bei Veranstaltungen im Freien gilt dies nur für die Stehplätze.
  • Die Einhaltung und Kontrolle von Maskenpflichten ist sicherzustellen.

Kontrolle und Überprüfung der aufgestellten Regelungen

  • Die Überprüfung der Impf- und Testnachweise erfolgt durch die verantwortlichen Veranstalter oder Betreiber.
  • Im Rahmen angemessener Stichproben ist ein Abgleich der Nachweise mit dem amtlichen Ausweisdokument vorzunehmen, welches Besucher von Einrichtungen oder Veranstaltungen bei sich führen müssen.
  • Zur Überprüfung digitaler Impfzertifikate soll die vom Robert Koch-Institut herausgegebene CovPassCheck-App verwendet werden.
  • Unterlassene Kontrollen werden mit erhöhten Bußgeldern geahndet.
  • Bei Missachtung zentraler Regeln sind die Gewerbe- und Gaststättenaufsicht zu informieren, um die Zuverlässigkeit der Betreiber überprüfen zu können.

Regelungen für Kinder und Jugendliche, Schülerinnen und Schüler

  • Schülerinnen und Schüler gelten weiterhin aufgrund ihrer Teilnahme an den verbindlichen Schultestungen als getestete Personen. Kinder bis zum Schuleintritt sind getesteten Personen gleichgestellt. 
  • Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahre sind von Beschränkungen auf 2G und 2G-plus ausgenommen.

Weitergehende Maßnahmen in Abhängigkeit von der Hospitalisierungsinzidenz und regionalem Infektionsgeschehen

  • Besonderem regionalen Infektionsgeschehen oder einer hohen Belastung der regionalen Krankenhäuser können die zuständigen Behörden mit zusätzlichen Maßnahmen entgegenwirken.
  • Außerdem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass gemäß dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz beim Überschreiten einer Hospitalisierungsinzidenz (Anzahl der in Bezug auf Covid-19 in ein Krankenhaus aufgenommene Personen je 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern innerhalb von sieben Tagen) von 6 weitergehende Schutzmaßnahmen nötig werden.
  • Sinkt die Hospitalisierungsinzidenz wieder unter drei, werden Schutzmaßnahmen dagegen wieder zurückgenommen.

Coronaschutzverordnung ab 24. November

Corona-Sonderseite der Stadt Beckum

Weitere Infos unter Land.NRW

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NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann
NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann; Bildquelle: Land.NRW