Concrete Delusion - Ressourcen und Landmarken

Concrete Delusion

Stadtmuseum

Mit den künstlerischen Mitteln von Fotografie, Klanginstallation, Video- und Lichtkunst erforscht der Bildende Künstler Manuel Schroeder aus Berlin seit vielen Jahren das Material Beton an den Orten seiner Ursprünge in Deutschland und Osteuropa.

Sein Kunstprojekt widmet sich dem historischen und zukünftigen Umgang mit diesem speziellen Material und dessen vielfältigen Formen und Erscheinungen im öffentlichen Raum, zu denen auch der allmähliche Verfall gehört. Dies umschreibt der programmatische Projekttitel Concrete = Beton und Delusion = Täuschung.

Nach Feldforschungen speziell in Lettland und Weißrussland steht nun die Region Beckum und Erwitte als Hotspot und historisches Zentrum der deutschen Zement- und Betonindustrie mit ihren überregionalen und internationalen Vernetzungen im Focus der künstlerischen Recherche. Mit dem Projektabschnitt "Resources and Landmarks" begibt sich das Kunstprojekt an die Ursprünge des Materials. Charakteristisch für die Landschaften dieser Regionen sind insbesondere die ausgedienten Steinbrüche und stillgelegten Industriezonen. Das von der regionalen Industrie unterstützte Projekt versteht sich als kulturschaffende Initiative und Impulsgeber für eine nachhaltige Kreativwirtschaft in der Region und als Modell für weitere Regionen in NRW.

Das Projekt Concrete Delusion hat sich zum Ziel gesetzt, diese Spuren industrieller Produktion durch eine künstlerische Transformation wieder neu erfahrbar zu machen. Analog zu den „Ruinen“ antiker Hochkulturen sollen diese durch das Projekt im Sinne einer „Kulturarchäologie“ neu bewertet werden. Die Erforschung wird dabei nicht nur durch den Künstler selbst, sondern auch durch Anwohner, Schüler, Studenten und Auszubildende der Region geschehen. Die daraus entstehenden Archive und Ausstellungsprojekte sollen den Bewohnern und Besuchern die Orte ins Bewusstsein bringen und durch künstlerische Interventionen, wie zum Beispiel Illuminationen, eine neue Sichtweise herbeiführen.

Der Künstler stellt die audiovisuellen Betrachtungen der Produktionsprozesse den architektonischen Hinterlassenschaften gegenüber und wandelt die Ausstellungsräume des Stadtmuseums in einen Ort vielschichtiger medialer Wahrnehmung.

Termine

  • 23.09.20
  • 24.09.20
  • 25.09.20
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