Ausbau des Rüenkolks

Die Stadt Beckum hat den Rüenkolk unter Berücksichtigung von Aspekten des Hochwasserschutzes naturnah entwickelt. In insgesamt vier Bauabschnitten wurde der Natur vom Außenbereich bis zur Mündung in die Werse auf einer Länge von 2 km wieder mehr Raum gegeben. Das Gewässer ist für die Menschen erlebbar gemacht worden. Das Hochwasserrisiko wurde vermindert.                                                     

Bauabschnitt 1

Das Hochwasserrückhaltebecken Rüenkolk auf Höhe des Baugebietes Pflaumenallee-Ost wurde im Bauabschnitt 1 bereits 2008 fertiggestellt.

Bauabschnitt 2 und 3 a (aktuelle Baumaßnahme)

Auf einer Länge von fast 70 Metern wird die vorhandene Verrohrung entfernt und durch ein städtisch geprägtes Gewässer mit Natursteinwänden ersetzt. Durch den Einbau eines größeren Durchlasses wird der Hochwasserschutz im Bereich des Südrings verbessert.

Zwischen dem fertig gestellten Hochwasserrückhaltebecken Rüenkolk und dem Südring wird der Rüenkolk an mehreren Stellen aufgeweitet und verläuft somit in einem naturnahen Bachbett.

Die geplante Maßnahme umfasst folgende Arbeiten

  • Öffnung der Verrohrung auf ca. 130 m
  • Erstellung eines offenen Gewässerlaufes mit einer umlaufenden Kalksteinmauer
  • Oberbodenarbeiten ca. 2300 m² mit gepflasterten und wassergebundenen Wegeflächen
  • Pflanzarbeiten 185 St. Wasserpflanzen, Rasenfläche ca. 400 m²
  • Bau von drei Durchlässen
  • Rückbau und Entsorgung zweier Holzbrücken
  • Punktuelle Gewässeraufweitungen, -sohlanhebung und -verlegung

Die Baumaßnahme wurde im Oktober 2013 begonnen und wird voraussichtlich im April 2014 fertiggestellt.

Die  Renaturierung wird zu 80 % vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Bauabschnitt 3 b und 4

Auf einer Länge von ca. 800 m zwischen Südring und Werse wurden vorhandene Verrohrungen geöffnet und dem Bach wurde ein flaches, bis zu 4 m breites Profil für die naturnahe Entwicklung gegeben.In 2011 wurden die gesamten Bau- und Pflanzarbeiten durchgeführt.

Die Renaturierung wurde zu 80 % vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert.

Die  Maßnahme umfasste folgende Arbeiten:

  • Wasserbaumaßnahmen mit Herstellung eines Gewässers, Ausbaulänge ca. 800 m
  • Punktuelle Aufweitungen des Gewässers zwischen Südring und Paterweg
  • Öffnung der Verrohrung auf einer Länge von ca. 100 m
  • Durchgehende Aufweitung des Gewässers zwischen Paterweg bis Mündung in die Werse
  • Bau von zwei Brücken, einem Steg und einem Rahmenprofil
  • Abschließende Bepflanzung der Ausbaustrecke mit ca. 680 Heckenpflanzen und 31 Bäumen