Hochwasserschutz und naturnahe Entwicklung des Stichelbachs in Vellern

Seit 2008 werden in Vellern Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz und zur naturnahen Entwicklung am Stichelbach durchgeführt. Ziel ist es, naturnah Hochwasser zurückzuhalten und dabei die Biotopvielfalt zu erhöhen. Der Stichelbach soll sich weitgehend frei und eigendynamisch entwickeln können.

Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt 80 Prozent der Kosten, die restlichen 20 Prozent werden aus Ausgleichszahlungen aus dem Gewerbegebiet „Obere Brede / Tuttenbrock” in Beckum refinanziert.

Stichelbach gesamt

 3,5 Kilometer Länge (Quelle – Einmündung Hendicksbach)

  •  9 Prozent Gefälle·       
  • 5,69 Quadratkilometer Einzugsgebiet·
  •  Bauabschnitt 1 bis 5: 1,47 Kilometer Länge

Ziele:  

  • Hochwasserschutz, Schaffung von Rückhaltevolume
  • Aufweitung des bisher begradigten Gewässerbette
  • Naturnahe Fließgewässerentwicklung, teilweise mit Sekundärau
  • Offenlegung von Verrohrungen im Dorfkern, Beseitigung von Befestigungen
  • extensives Grünland / Uferstreifen
  • heimische Gehölze

Bauabschnitt 1

Bauabschnitt 1 befindert sich in der Vorplanung.

Bauabschnitt 2

Bau 2008

  • Naturnahe Fließgewässerentwicklung, Hochwasserschutz
  • Länge 210 Meter
  • acht Hochstämme, etwa 300 Sträucher, etwa 2 000 Quadratmeter Wiesenansaat

Bauabschnitt 3 a

Bauabschnitt 3 a befindet sich in der Vorplanung.

Bauabschnitt 3 b und c

Bau 2008/2009

  • Aufweitung des Durchlasses in der Dorfstraße
  • Offenlegung des Stichelbachs südlich der Feuerwehr
  • Naturnahe Fließgewässerentwicklung, Hochwasserschutz
  • Länge etwa 90 Meter
  • Gestaltung eines typischen Dorfgewässers mit naturnaher Sohle
  • Sicherung der ökologischen Durchgängigkeit
  • Ufersicherung aus Natursteinen

Bauabschnitt 4

Bau 2008

  • Naturnahe Fließgewässerentwicklung; Sekundärauen, Kleingewässer; extensives Grünland, Anlage Tümpel und Kleingewässer
  • Länge 440 Meter plus 260 Meter Mellenbach
  • 37 Hochstämme, etwa 3 000 Sträucher, etwa 20 000 Quadratemter Wiesenansaat
  • künftige Pflegearbeiten werden durch Schafe übernommen, die die Flächen im Herbst beweiden

Bauabschnitt 5

Bauabschnitt 5 befindet sich in der Planung.

  •  Naturnahe Fließgewässerentwicklung; Sekundäraue, extensives Grünland
  • Länge 170 Meter