Eine Stätte der Erinnerung

Der Friedhof mit seinen Grabplätzen als letzte Ruhestätte der Verstorbenen ist ein Ort des persönlichen Gedenkens, der Einkehr und der Trauer. Die Angehörigen der Verstorbenen übernehmen das Andenken. Ein Grab als bleibende Stätte der Erinnerung sollte deshalb sorgfältig ausgewählt werden. Schon zu Lebzeiten besteht die Möglichkeit, darüber Vorsorge zu treffen.

Zur Auswahl stehen klassische Wahl- oder Reihengrabstätten für Urnen oder Särge. Inzwischen werden auch alternative Orte für die Bestattung angeboten, wie zum Beispiel in Gemeinschaftsgrabanlagen oder unter Bäumen.

 

 

Gemeinschaftsgräber

Gemeinschaftsgräber bieten eine Alternative zu Einzelgräbern. Viele Menschen haben heutzutage aufgrund beruflicher oder privater Verpflichtungen keine Zeit für die Pflege der Ruhestätte der Verwandten und Angehörigen und finden in einer schön angelegten Gemeinschaftsgrabanlage eine Möglichkeit der pflegefreien würdigen Beisetzung.

Seit dem 1. Januar 2016 sind auch auf dem Friedhof Elisabethstraße Urnenbestattungen in Gemeinschaftsgrabanlagen möglich. Diese Grabanlagen werden von der Friedhofsverwaltung für die Dauer der Nutzungszeit gepflegt und unterhalten.

Als erste Gemeinschaftsgrabanlage ist im Grabfeld II ein Steinkreis errichtet worden. Dabei handelt es sich um einen steinernen Kreis mit einem Durchmesser von neun Metern. Der Kreis wird aus 68 Blöcken aus grauem Anröchter Kalkstein gebildet, die bildhauerisch bearbeitet worden sind. Auf den Steinen kann auf Wunsch eine Namenstafel aus Bronze angebracht werden. Das Nutzungsrecht je Urnenwahlgrabstätte in der Gemeinschaftsgrabanlage beläuft sich auf 30 Jahre und kann verlängert oder wiedererworben werden.

Flyer "Gemeinschaftsgrabanlagen"

Baumbestattungen in Roland

Auch Baumbestattungen sind jetzt möglich. In Anlehnung an andere alternative Angebote bietet der Parkfriedhof in Roland die Beisetzung von Urnen an einem Bestattungsbaum an. Für diese Baumbestattungen wurden geeignete und schöne Einzelbäume an verschiedenen Standorten des Parkfriedhofs ausgewählt.

Diese Bäume stehen in Gehölzbereichen und innerhalb von Wiesen- oder Rasenflächen. Zusammen mit der Friedhofsverwaltung und den Friedhofsgärtnern können Sie dort einen Baum  aussuchen. Je Bestattungsbaum können bis zu acht Urnen beigesetzt werden. Es sind ausschließlich biologisch abbaubare Urnen zulässig. Das Nutzungsrecht je Baumbestattung beläuft sich auf 30 Jahre und kann verlängert oder wiedererworben werden.

Baumbestattung in Gehölzbereichen

Bei einer Baumbestattung im Gehölz übernimmt die „Grabpflege” die Natur selbst. Die Friedhofsverwaltung übernimmt die notwendige Baumpflege. Beete, Blumenschalen, Gestecke und Kerzen sind innerhalb des Gehölzes nicht erlaubt. Auf Wunsch kann durch die Friedhofsverwaltung am Gehölzrand eine Holzstele mit den Namen der Verstorbenen errichtet werden. Auch innerhalb von Wiesen- und Rasenflächen sind Baumbestattungen möglich. 

Flyer "Baumbestattungen"

Erd- und Urnenbestattungen

Die Beisetzungsform als Erdbestattung in einem Sarg oder in der Urne sind auf beiden kommunalen Friedhöfen möglich. Die Ruhezeit für Erdbestattungen und Urnen beträgt einheitlich 30 Jahre. Bei Kinderbestattungen (bis zum vollendeten 5. Lebensjahr) beträgt sie 20 Jahre.

  • Wahlgrabstätte für Erd- und Urnenbestattung

In einem Wahlgrab können sowohl Erd- als auch Urnenbestattungen stattfinden. Wahlgrabstätten können bereits vor einem Bestattungsfall erworben werden. Dabei können Lage und Größe der Grabstätte in den erschlossenen Grabfeldern frei gewählt werden – von der Einzel- bis zu Familiengrabstätte. Nach Ablauf der Nutzungszeit kann ein Wahlgrab für 5, 10 oder 30 Jahre wiedererworben werden.

  • Reihengrab

Auf dem Parkfriedhof befindet sich ein Reihengrabfeld. Hier erfolgen ausschließlich Einzelbestattungen (Sarg oder Urne). Die Lage des Grabes wird von der Friedhofsverwaltung vorgegeben.

  • Rasengrab

Rasengrabstätten haben den Vorteil, dass Sie sie nicht pflegen müssen. Das erledigen die Friedhofsgärtner. Die Rasengräber werden auf dem Parkfriedhof als Reihen- oder Wahlgrabstätten für Erd- bzw. Urnenbestattungen angeboten. Die Lage des Rasengrabfeldes und die Gestaltung der Grabstätten werden von der Friedhofsverwaltung vorgegeben. Innerhalb des Rasengrabfeldes besteht die Möglichkeit, die genaue Lage des Grabes auszuwählen.

  • Anonyme Urnenreihengrabstätten

Anonyme Urnenreihengrabstätten sind Grabstätten auf dem Parkfriedhof, die der Reihe nach belegt werden. Die Lage der Grabstätte ist ausschließlich der Friedhofsverwaltung bekannt. Die Bestattung wird ohne Anwesenheit von Angehörigen auf einer weitläufigen Rasenfläche durchgeführt.

Die Pflege obliegt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Friedhofs-verwaltung. Eine gärtnerische Gestaltung sowie Aufstellen von Gedenkzeichen ist nicht möglich.

Aschenstreufeld - „Aschebeisetzung ohne Urne“

Auf dem Parkfriedhof besteht die Möglichkeit, auf einem Aschenstreufeld beigesetzt zu werden. Für diese Art der Beisetzung muss eine Verfügung der verstorbenen Person hinterlegt sein, die der Friedhofsverwaltung im Original oder in beglaubigter Abschrift vorzulegen ist.

Grabstätten unterschiedlicher Nationen und Religionen

Der Parkfriedhof in Roland steht allen Nationen und Religionen offen. Es wird auch ein Grabfeld für muslimische Glaubensgemeinschaften angeboten, deren Bestattungsflächen nach Mekka ausgerichtet sind.


Bestattung

Grundsätzlich setzt die Friedhofsverwaltung den Ort und die Zeit der Bestattung in Absprache mit dem Bestattungsinstitut fest.

Erdbestattungen und Einäscherungen müssen innerhalb von 10 Kalendertagen nach Eintritt des Todes erfolgen. Urnen bzw. Aschen müssen spätestens 6 Wochen nach der Einäscherung bestattet werden.

Grabpflege

Für die Herrichtung und Pflege der Grabstätten sind die Nutzungsberechtigten zuständig. Dieses sind in der Regel die Personen, die die Bestattung veranlasst haben. Hierbei wird bzw. wurde eine vertragliche Verpflichtung mit der Stadt Beckum eingegangen. Die Verpflichtung erlischt erst mit dem Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechtes. Mit Ablauf der Rechte ist die Grabstätte abzuräumen.

Grabmalpatenschaften

Auf dem Friedhof Elisabethstraße befinden sich eindrucksvolle Grabstätten, deren Nutzungszeit abgelaufen ist und nicht mehr im Familienbesitz sind. Einige dieser Grabstätten sind erhaltenswert und mit einem imposanten Grabmal geschmückt. Sie können diese Grabstätten bzw. Grabmäler im Rahmen einer Grabmalpatenschaft übernehmen bzw. erwerben. Im Rahmen der Nutzungzeit ist auch eine Beisetzung möglich.

Für die Erhaltung der Standsicherheit oder eine eventuell notwendige Restaurierung wären Sie jedoch verantwortlich.

Ein Verzeichnis der erhaltenswerten Grabstätten und Grabmale hält die Friedhofsverwaltung vor.

Was unterscheidet die Ruhezeit von der Nutzungszeit?

Die Ruhezeit ist der Zeitraum, in dem ein Grab nicht neu belegt werden kann. Die Nutzungszeit ist der Zeitraum, in dem Nutzungsrechte an einer Grabstätte bestehen. Nutzungsrechte können auf Antrag verlängert werden.

Gebühren

Friedhofssatzung

 

Grundsätzlich fallen für eine Bestattung verschiedene Gebühren an:

  • Grabstellengebühr,
  • Bestattungsgebühr,
  • Unterhaltungsgebühr.


Für die Nutzung der Leichen- und Trauerhalle werden zusätzliche Gebühren erhoben.

aktuelle Friedhofsgebührensatzung

 

 

Ihre Ansprechpartnerin


rund um die Friedhöfe ist:

Silke Flüchter

 

Informative Friedhofsspaziergänge werden regelmäßig angeboten. Bei Interesse melden Sie sich gern.

 

Mitfahrgelegenheit
"Gesucht und gefunden"

Sie fahren häufiger zum Parkfriedhof und hätten einen Platz in Ihrem Pkw frei oder würden Sie gerne häufiger zum Parkfriedhof fahren, haben aber Schwierigkeiten dorthin zu kommen?

In beiden Fällen wenden Sie sich bitte an den Fachdienst Umwelt und Grün, der hilft, beide Interessengruppen zusammenzubringen.

Ihre Ansprechpartnerin:

Gaby Günnewig