Artenschutz beim Hecken- und Baumschnitt

Oft gibt es Nachfragen beim Fachdienst Umwelt und Grün, wenn es um das Schneiden von Bäumen und Hecken geht. Wann darf geschnitten werden, wann ist es nicht erlaubt?

Um Missverständnissen oder gar Verstößen gegen bestehende Regelungen vorzubeugen, soll hier kurz für das Stadtgebiet die Rechtslage dargestellt werden:


Schutz von Bäumen, Hecken, Nist- und Brutstätte
Hier gilt der § 64 des Landschaftsgesetzes NRW. Danach ist es verboten, in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September Hecken, Wallhecken, Gebüsche sowie Röhricht- und Schilfbestände zu roden, abzuschneiden oder zu zerstören. Außerdem stehen die Nist- und Brutstätten besonders geschützter Arten unter dem Schutz des § 20 f Bundesnaturschutzgesetz. Alle heimischen Vögel zählen zu diesen besonders geschützten Arten.

Beide Regelungen haben zum Ziel, den heimischen Vögeln, die bereits im zeitigen Frühjahr mit dem Brutgeschäft beginnen, ungestörte Nistmöglichkeiten zu erhalten. Deshalb müssen Gehölzschnittarbeiten bis Ende Februar abgeschlossen sein; ab dem 1. März ist ein „auf den Stock setzen” von Gebüsch oder Hecken nicht mehr erlaubt. Dies gilt auch für Gärten im Siedlungsbereich.

Form- und Pflegeschnitte an Hecken, bei denen nur die jährlichen frischen Triebe zurückgeschnitten werden, sind jedoch erlaubt, wenn sich in dem betroffenen Gehölz keine bebrüteten Nester befinden.

Falls zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit zum Beispiel an Wegen und Straßenkreuzungen die gesetzliche Beschränkung nicht eingehalten werden kann, sollte vorher Kontakt mit der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Warendorf, Telefon 02581 536130, aufgenommen werden. Im begründeten Einzelfall kann dann eine Ausnahme zugelassen werden.