Neue Sonderausstellung zeigt Werke von Gudrun Kemsa

„Floating Spaces“ im Stadtmuseum

Gudrun Kemsa, Professorin für „Bewegte Bilder und Fotografie“ an der Fachhochschule Niederrhein in Krefeld, zählt zu den wichtigsten deutschen Foto- und Videokünstlerinnen der Gegenwart. Am vergangenen Sonntag wurde im Stadtmuseum Beckum die Ausstellung „Floating Spaces“ eröffnet, die Fotografien und Videoinstallationen der Künstlerin zeigt.

Ausstellungsimpression

Nach Grußworten von Stefan Hoffmann, dem Vorsitzenden des Museumsvereins, und Bürgermeister Michael Gerdhenrich führte Professor Dr. Rolf Sachsse in die Ausstellung ein. Schon als Jugendliche widmete sich Gudrun Kemsa der Fotografie, studierte dann aber zunächst Bildhauerei, da sie die Auseinandersetzung mit dem Raum und den Örtlichkeiten interessierte. Dieser bildhauerische Einfluss ist noch heute in ihren Fotografien sichtbar: Große Räume, Parks, Plätze, Schaufenster, Straßenzüge und Gebäudefassaden sind die Motive der Künstlerin.

Und mittendrin ist oft der Mensch als Protagonist zu sehen, der die „toten Orte“ mit Leben füllt. Kemsa zeigt die Menschen im Alltagsgeschehen, verzichtet dabei aber auf ein narratives Moment. Die Menschen scheinen choreografiert. Die Künstlerin drückt den Auslöser erst, wenn die Menschen auf ihren Fotos eine spannungsgeladene Konstellation zueinander bilden. Dabei ist die Bewegung der Menschen ein zentrales Motiv in den Arbeiten der Künstlerin.

In den Videoarbeiten der Künstlerin, Kemsas zweitem Medium, werden die Bewegungen noch deutlicher visualisiert, und die Motive können als unablässig fließende Bildfolge wahrgenommen werden.

Die Ausstellung mit Werken der Düsseldorfer Künstlerin ist noch bis zum 17. Mai im Stadtmuseum Beckum zu sehen.

Stadsmuseum Beckum