Austausch über Haushaltsentwurf 2026
Industrieverein begrüßt geplante Entlastung
Alle Beteiligten betonten die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung und den lokalen Wirtschaftsakteuren, um die kommunalen Finanzen weiterhin nachhaltig zu gestalten und gleichzeitig die Attraktivität Beckums für Unternehmen zu stärken. Besonders erfreulich war die Mitteilung des Bürgermeisters und des Stadtkämmerers, dass nach ihrem Vorschlag der Hebesatz der Gewerbesteuer um 5 Prozentpunkte auf 430 sinken soll. Der Industrieverein hatte zuvor eine Senkung der Gewerbesteuer angeregt. Das entlastet die örtlichen Unternehmen und schafft zusätzliche Anreize für Investitionen sowie für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung vor Ort.
„Dieser Schritt ist ein klares Signal, dass wir den Spagat zwischen den Bedürfnissen unserer Unternehmen und unserer städtischen Finanzkraft verantwortungsbewusst managen“, erklärte Bürgermeister Michael Gerdhenrich. Die zuletzt unerwartet gute Entwicklung der Gewerbesteuer mache die vorgeschlagene Senkung jetzt möglich.
Der Industrieverein hob hervor, wie wichtig der Dialog zwischen Verwaltung und Wirtschaft für die Schaffung eines gesunden wirtschaftlichen Umfelds ist. „Wir schätzen die offene Kommunikation mit der Verwaltung und begrüßen diesen Vorschlag zur Senkung des Hebesatzes als wichtiges Zeichen“, sagte Caspar Krogbeumker, der Vorsitzende des Industrievereins. Nach Rücksprache, auch mit den Parteien, erwarte man nun die Beschlussfassung durch den Rat der Stadt Beckum, so Krogbeumker weiter.
Angesichts der schwierigen Haushaltslage der Städte und Gemeinden in Nordrhein‑Westfalen wurde im Gespräch erneut betont, wie wichtig eine vorausschauende und verantwortungsbewusste Finanzpolitik bleibt. Wie in Beckum stehen die Haushalte in vielen Kommunen des Landes weiterhin unter großem Druck: Steigende Sozialausgaben, Tarifabschlüsse und andere Pflichtaufgaben belasten die städtischen Finanzen erheblich. Der Spielraum bleibt entsprechend begrenzt.

