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Elektrogeräte länger nutzen
Erst reparieren, dann gebraucht kaufen
„So manches lässt sich reparieren. Und wenn das nicht mehr sinnvoll ist, muss es nicht unbedingt ein Neugerät sein“, betont Silke Stöppel von der Stadt Beckum. Sie erklärt, worauf es ankommt und welche Angebote es vor Ort gibt.
Bevor ein Gerät ausgemustert wird, lohnt es sich, erst einmal nach einer Reparaturmöglichkeit zu schauen. Manchmal ist nur ein kleines Bauteil defekt oder ein Kontakt müsse wiederhergestellt werden. Wer sich selbst nicht an die Reparatur herantraut, kann sich an eine Werkstatt oder ein Repair Café wenden. „Dort helfen erfahrene Reparaturhelferinnen und -helfer dabei, Fehler zu finden und kleinere Defekte zu beheben“, betont Stöppel.
„Das Recht auf Reparatur soll es Verbraucherinnen und Verbrauchern erleichtern, bestimmte Produkte reparieren zu lassen, statt sie vorschnell zu ersetzen. Für ausgewählte Produktgruppen gelten dafür gesetzliche Vorgaben. Welche Rechte im Einzelfall bestehen, hängt unter anderem vom Produkt und den jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen ab. Auch während der gesetzlichen Gewährleistungsfrist lohnt es sich, bei einem defekten Gerät zunächst den Händler zu kontaktieren“, erklärt Stöppel die Hintergründe.
„Nicht jede Reparatur ist wirtschaftlich sinnvoll. Aber bevor ein Gerät ersetzt wird, sollte man die Möglichkeiten zumindest prüfen“, betont Stöppel. Lasse sich das alte Gerät nicht mehr zu vertretbaren Kosten instand setzen, könne ein gebrauchtes Gerät eine gute Alternative zum Neukauf sein. Das spare Ressourcen und vermeide, dass ein weiteres Gerät produziert und ein noch brauchbares vorzeitig ausgemustert werde, erklärt sie.
Auch bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf, der AWG, werde man in puncto Reparatur und korrekter Entsorgung fündig, sagt sie. Gemeinsam mit mehreren Repair Cafés aus den Kreisen Warendorf und Gütersloh veranstalte die AWG einmal jährlich ein Repair Café in der Wertstoffwerkstatt in Ennigerloh. Dort könnten Interessierte unter fachkundiger Anleitung versuchen, defekte Kleingeräte selbst wieder flott zu machen. Der nächste Termin findet statt am Dienstag, 3. November, 15:00 bis 17:30 Uhr. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 02524 9307430. Darüber hinaus könnten Bürgerinnen und Bürger auch die regelmäßigen Reparaturangebote des Repair Cafés im Mehrgenerationenhaus des Mütterzentrums Beckum e. V. nutzen. Das Repair Café öffnet jeden 1. Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr – so also am Donnerstag, 5. November.
Wenn ein Elektrogerät endgültig ausgedient habe, gehöre es nicht in den Hausmüll, betont Stöppel. Elektroaltgeräte werden am Recyclinghof der Firma Franzpötter, Auf dem Tigge 34, und am Entsorgungspunkt der AWG in Ennigerloh kostenlos angenommen. Für Elektrogroßgeräte gibt es außerdem einen kostenlosen Abholservice. „Wichtig ist, dass alte Elektrogeräte richtig entsorgt werden. So können enthaltene Wertstoffe zurückgewonnen und gefährliche Stoffe fachgerecht behandelt werden“, erklärt Stöppel. Wer ein Großgerät zur Abholung anmeldet, kann am Abholtag auch ausgediente Kleingeräte dazustellen.
• Repair Café im Mehrgenerationenhaus des Mütterzentrums: jeden 1. Donnerstag im Monat von 16 bis 18 Uhr, Kontakt Frau Tessa Rentrup-Wintergalen, Telefon 02521 824490-61
• Kostenlose Annahme von Elektroaltgeräten: Recyclinghof Firma Franzpötter, Auf dem Tigge 34
• Kostenlose Abholung von Elektrogroßgeräten: www.ecowest-verbund.de/elektroaltgeräte oder telefonisch unter 0800 2334859
• Weitere Informationen: www.ecowest-verbund.de

