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Positive Bilanz nach sechs Monaten
Blick in die Tonne zeigt Wirkung
Ein kurzer Blick unter den Deckel entscheidet: Ist alles in Ordnung? Oder gibt es eine gelbe oder sogar rote Karte? Seit einem halben Jahr gehört dieser Ablauf für Heiko Prinz zum Arbeitsalltag. Der Biotonnenkontrolleur ist an den Abfuhrtagen unterwegs und wirft einen prüfenden Blick in die bereitgestellten Tonnen.

Diese Tonne wurde falsch befüllt. Plastikbeutel haben in der Biotonne nichts verloren.
Mal reicht ein kurzer Blick, mal muss er etwas genauer hinsehen, um Störstoffe zu finden. Oft entdeckt er dabei zwischen Kartoffelschalen, Kaffeesatz und Gartenabfällen Dinge, die nicht hineingehören: Plastikbeutel, Verpackungen oder andere Störstoffe. Dann kommt die Karte zum Einsatz. Gelb bedeutet: Die Tonne wird noch geleert, bei der nächsten Befüllung sollte aber genauer hingeschaut werden. Rot bedeutet: Zu viele Störstoffe – die Tonne bleibt stehen und muss bis zur nächsten Leerung nachsortiert werden.
Seit einiger Zeit sind die Biotonnenkontrollen in Beckum fester Bestandteil der Abfallentsorgung, seit März ist Heiko Prinz regelmäßig in den Straßen unterwegs. Nach sechs Monaten ziehen die AWG, Abfallwirtschaftsgesellschaft des Kreises Warendorf mbH, und die Stadt Beckum eine erste Bilanz:
Insgesamt hat Heiko Prinz 7 411 Biotonnen kontrolliert. 130 Tonnen erhielten eine gelbe, 226 eine rote Karte. Sein erstes Resümee fällt positiv aus: „Natürlich treffen wir immer noch auf Tonnen, in denen Dinge landen, die dort nicht hineingehören. Aber wir merken, dass die Kontrollen etwas bewirken. Viele Bürgerinnen und Bürger achten inzwischen genauer darauf, was sie reinwerfen.“

Heiko Prinz hat wenig zu beanstanden, wenn doch, zeigt er die gelbe oder rote Karte.
Das zeigte sich auch im Verlauf der vergangenen Monate. Während zu Beginn noch 11 Prozent der kontrollierten Tonnen beanstandet werden mussten, lag der Anteil zuletzt bei 3 Prozent. „Es geht nicht darum, möglichst viele rote Karten zu verteilen“, betont Prinz. „Im Idealfall brauche ich irgendwann gar keine Karten mehr.“
Was wie ein kleiner Fehlwurf aussieht, kann größere Folgen haben. Plastik und andere Störstoffe müssen später mit technischem und finanziellem Aufwand aussortiert werden. Gelangen zu viele Fremdstoffe in den Bioabfall, leidet die Qualität des Komposts.
Ein halbes Jahr Biotonnenkontrollen zeigt aus Sicht von AWG und der Stadt Beckum: Der eingeschlagene Weg ist richtig. Die Qualität der Bioabfälle hat sich bereits verbessert. Heiko Prinz wird deshalb weiterhin in die Abfallbehälter schauen – mit einem klaren Ziel: möglichst wenig Störstoffe und möglichst viele richtig befüllte Tonnen.
Fill the organic waste bin correctly
That belongs in there:
- Küchenabfälle wie Obst, Gemüse- und Speisereste
- Kaffeesatz mit Filter, Eierschalen und Teebeutel
- Garden waste such as wilted flowers, lawn and shrub cuttings, leaves and wild herbs
That doesn't belong in there:
- Als „kompostierbar“ deklarierte Abfalltüten aus Kunststoff
- Plastic and bin liners
- Einwegwindeln und Hygieneartikel
- Hoover bags, cigarette butts and ash
- Barbecue, oven and wood ash
- behandeltes Holz und Straßenkehricht
- Leder, Wolle, Haare, Federn und Knochen
- Blumentöpfe und Hydrokultursubstrat
- Kleintier- und Katzenstreu sowie Vogelsand, Tierkot

