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Ausstellungseröffnung am 27. September
Ute Bartel zeigt „only half a picture“
Ute Bartel hält Gegenstände des Alltags fotografisch fest und bringt sie, manchmal nach jahrelangem Schlummern in ihrem Archiv, in eine neue Form, eine neue Ordnung. Die Art der Präsentation hat dabei höchste Priorität. Angehäufte Fischernetze in Pastellfarben vor milchigem Hintergrund, zum Verkauf angebotene Fische und Meeresfrüchte oder runde Alltagsgefäße wie Blumentöpfe oder Gläser vereint sie zu ganz neuen, eigenwilligen Kompositionen.


Die studierte Bildhauerin ist fasziniert von der Ästhetik der funktionalen Dinge, sie spürt das Besondere im scheinbar Wertlosen, Unscheinbaren auf. So zeigt der riesige Haufen von Plastiktüten in 20 Einzelbildern aus verschiedenen Perspektiven, gebannt auf Fotokarton, die Gleichzeitigkeit von Chaos und Ordnung. „Mich hat hier das Durcheinander aus Nichts fasziniert. Leichtes, geringes Material erhält aufgrund der Luft ein stattliches Volumen und viel Form“, so die Künstlerin zu ihrem Werk „The Cloud“, das im Studio entstand. Viele ihrer Fotografien macht sie allerdings auf Reisen, etwa nach Japan oder Spanien, wo sie sich abseits der Sehenswürdigkeiten dem Alltäglichen und doch Kuriosen widmet.
Ihre Faszination für Farbe und Leichtigkeit wird auch bei den Plastiken aus orangefarbenen oder neongrünen Trinkhalmen deutlich, die bei Bartel zu einer Seeanomone („Anthopleura plastica“) oder einem „Cocon“ werden.
Die Ausstellung „only half a picture“ wird am Sonntag, 27. September um 11 Uhr im Beisein der Künstlerin eröffnet. Sabine Klement führt in die Ausstellung ein. Alle Interessierten sind herzlich zur Vernissage eingeladen.
Ute Bartel: only half a picture. 27. September bis 3. Januar im Rahmen der Öffnungszeiten im Stadtmuseum, Markt 1. Der Eintritt ist frei.

