Stadtmuseum Beckum
Willkommen auf der Seite des Stadtmuseums! Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zu Ihrem Museumsbesuch auf einen Blick. Da sich die Seite im Umbau befindet: Sollten Sie etwas vermissen, kontaktieren Sie uns gerne. Wir sind für Ihr Feedback dankbar.
Neben der Dauerausstellung zu besonderen Entwicklungen in der Beckumer Geschichte zeigt das Stadtmuseum vier bis sechs Mal im Jahr sehenswerte Sonderausstellungen mit zeitgenössischer Kunst.
News
Aktuelle Sonderausstellung & Begleitprogramm:
Anmeldung zu Slow Art - Begleitprogramm Ute Bartel
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Anmeldung zum Adventsprogramm - kommt bald!

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Da unser Begleitprogramm mit unseren Referentinnen und Referenten auf ein bestimmtes Konzept abgestimmt ist und wir ein Catering vorbereiten, sind diese Angebote auf eine Personenzahl limitiert.
Mit Ihrer Anmeldung geben Sie uns die Chance, das Programm am Nachmittag bestmöglich für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorzubereiten.
Abb.: Detail aus dem Tabernakel des ehemaligen Vinzenzhaus, Beckum.
Dauerausstellung zur Stadtgeschichte
Am Anfang: Tante-Emma-Laden aus Beckum Eintauchen in die Konsumgesellschaft des 20. Jahrhunderts: im Museum finden Sie das Originalmobiliar eines Tante-Emma-Ladens direkt im Eingangsbereich. Dazu passend sind eine Auswahl an historischen Kassen, Waagen und weiteren Utensilien zu sehen, die in zahlreichen Kolonialwarenläden in Deutschland Verwendung fanden. Die Einrichtung stammt aus dem Jahre 1908 und wurde bis 1993 von den Schwestern Hedwig und Elli Schnitker in Beckum genutzt.
Wohnzimmersalon eines Zementdirektors neben alter Schulklasse
Großbürgerlich präsentiert sich im Erdgeschoß der Wohnzimmersalon (um 1910) eines örtlichen Zementwerkdirektors, dessen Familienporträts vom Beckumer Maler Joseph Seiwert stammen. Ein weiterer Raum beherbergt eine alte Schulklasse, wie es sie vielfach in den Bauerschaften rund um Beckum gegeben hat.Exponate zur frühen Siedlungsgeschichte
Die Sammlungen des Museums repräsentieren die stadtgeschichtliche Entwicklung Beckums vom 13. bis 19. Jahrhundert. Steinzeitliche Funde und die Dokumentation zur fränkischen Siedlungsgeschichte (sog. Fürstengrab von Beckum um 600 n.Chr.) veranschaulichen die Frühgeschichte des Beckumer Raumes.Hansestadt und Zementrevier
Die im Mittelalter bedeutende Rolle der Hansestadt Beckum wird durch verschiedene Rechtszeugnisse und durch das hier ansässige Zunftwesen veranschaulicht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Darstellung der örtlichen Industriegeschichte, die vor allem durch die Produktion von Kalk und Zement geprägt ist. Hieran schließen sich die geologisch-paläontologischen Funde an; neben kreidezeitlichen Fossilien auch eine Dokumentation zum ehemaligen Strontianitbergbau.Jüdische Gemeinde
Ein kurzer Abriss widmet sich der ehemaligen jüdischen Gemeinde der Stadt, deren Gemeindeschule durch eine Chronik dokumentiert ist. Volkskundliche Dokumente zur Schützentradition, zu den örtlichen Zinngießermeistern sowie sakrale Sammlungen vom 16. bis späten 19. Jahrhundert beschließen die Dauerausstellung. Als einzigartig dürfen die vorhandenen Filmdokumente im multimedialen Karnevalsraum gelten, die ab 1913 und während der gesamten NS-Zeit das närrische Treiben, aber auch die zeitgeschichtlichen Begleitumstände dokumentieren.Zeitreise in 500 Jahre Karnevalsgeschichte
Karnevalistisches Treiben hat in Beckum eine weit zurückreichende Tradition. Mit dem ältesten Nachweis der Heischegänge der Bauknechtsbruderschaft 1467 beginnend, findet sich eine Fortsetzung mit den sog. „Beckumer Anschlägen“ als westfälische Schildbürgerstadt bis hin zu einer karnevalistischen Prägung nach rheinischem Vorbild mit dem Ausrufen des ersten Stadtprinzen 1893. Aus den vielfältigen Wurzeln ist schließlich das größte Stadtfest geworden und der Karneval gehört zum wichtigsten Imageträger der Stadt. Mit dem Start am 11.11. um 11:11 Uhr beginnt eine dicht gefüllte närrische Session, die am Rosenmontag und Klingeldienstag ihren Höhepunkt findet. Die mehr als ein halbes Jahrtausend zurückreichenden historischen Wurzeln sind jedoch nur Wenigen bekannt. Deshalb hat das Stadtmuseum Beckum dieser Facette der Stadtgeschichte jetzt einen eigenen, modern ausgestatteten Raum gewidmet.
Wolfgang Immig, © Wolfgang_ImmigDer Beckumer Fürst war nicht allein - seine Gefolgsleute und ihr wertvoller Schmuck
Das 1959 entdeckte sogenannte Fürstengrab von Beckum ist in der Fachwelt und in weiten Kreisen der Bevölkerung gut bekannt. Regelmäßig werden zu den Grabungsjubiläen hierüber Vorträge gehalten und die neuesten archäologischen Erkenntnissen vorgestellt. Weniger bekannt hingegen ist das benachbarte Gräberfeld an der heutigen Germanenstraße, das bereits 1860, also genau vor 150 Jahren, entdeckt worden ist und von den Ausgräbern Baurat Franz Arnold Borggreve und Hofrat Conrad Esselen (beide aus Hamm) bis 1863 freigelegt wurde. Insgesamt wurden 61 menschliche Bestattungen entdeckt sowie 17 Pferdegräber. In der Fachwelt ist dieses Gräberfeld aus dem 6. und 7. Jahrhundert als Beckum I bekannt. Die beiden Ausgräber wurden für ihre Verdienste mit eigenen Straßennamen geehrt.
Bislang ging man davon aus, dass dieses Gräberfeld älter als das des Fürsten sei und dass es sich bei den Bestatteten um Franken handele, wohingegen der Fürst als ein Sachse anzusehen sei.Neueste archäologische Forschungen von Dr. Vera Brieske aus Münster haben indes ergeben, dass es sich um gemeinsame Volksgruppen handelt.
Museumspädagogik
Museumspädagogisches Programm im Stadtmuseum
Termine auf Anfrage und nähere Infos unter Tel. 02521 29-4243 im Stadtmuseum Beckum. Ihre Ansprechpartnerin ist Silvia Brede.
Führungen für Schulklassen

Zur jeweils aktuellen Ausstellung zeitgenössischer Kunst und zu stadtgeschichtlichen Themen bieten wir Führungen für Schulklassen und interessierte Gruppen an. Individuelle Vereinbarungen sind möglich.
Kulturstrolche

Begegnungen zwischen Kindern und Kultur schaffen – ein ganzes (Grundschul-)Leben lang – das ist das Ziel des Projekts Kulturstrolche. Kulturinstitutionen und Künstlerinnen oder Künstler öffnen ihre Tore und laden die Kulturstrolche ein, auch einmal hinter die Kulissen zu blicken. Beckum bietet mit einigen wenigen Kommunen in NRW dieses Programm flächendeckend an. Das heißt, dass alle Beckumer SchülerInnen ab dem zweiten Schuljahr ein Kulturstrolch sind. Damit bekommen die Schüler:innen die Möglichkeit bis Ende der Grundschullaufbahn verschiedene heimische Kulturinstitutionen im Rahmen eines Klassenausflugs zu besuchen und zu erkunden. Das Beckumer Stadtmuseum lädt die Kulturstrolche des 4. Jahrgangs regelmäßig ein, um gemeinsam mit der Museumspädagogin Kunst mit allen Sinnen zu erleben. Ganz besonders ist, dass die kleinen Künstler ihre eigenen Kunstwerke erstellen können.
Kulturrucksack – Entdeckt eure Stadt!
In rund 200 nordrhein-westfälischen Städten wird für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 14 Jahren der Kulturrucksack gepackt. Die Stadt Beckum ist Partner im landesweiten Förderprogramm eingestiegen und entwickelt seitdem neue kulturelle Angebote für diese Altersklasse. Damit will sie die Tür zur Kultur und Kunst für Kinder und Jugendliche möglichst weit öffnen.
Die Jugendlichen wird es ermöglicht innerhalb eines Schuljahres im Klassenverband eine Kulturinstitution zu besuchen und somit eine Kultursparte im Tun zu erleben. Zudem werden mit den Kooperationspartnern vor Ort vielfältige FERIEN-KULTUR-PROJEKTE, neue KULTUR-WORKSHOPS sowie neue KULTURELLE KURSANGEBOTE geschaffen.
Das Landesprogramm "Kulturrucksack" fördert kulturelle Angebote für Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 14 Jahren.
Geschichte
Vom Rathaus zum Stadtmuseum


Das Gebäude besitzt einen mittelalterlichen Kern, der sich bis 1441 zurückverfolgen lässt. Seinen hohen und den Marktplatz beherrschenden Schaugiebel erhielt es jedoch erst nach einem Umbau im Jahre 1879.
Vor Gründung des Museums diente das Gebäude als Sitz der Stadtverwaltung und in früherer Zeit auch als Amtsgericht, Sparkasse, Spritzenhaus, Stadtwache, Polizeistube und Gefängnis, wie man an einigen vergitterten Fensteröffnungen im Erdgeschoss noch erkennen kann.
Ort der Gerichtshoheit
Von seiner jahrhundertealten Funktion als Ort der Gerichtshoheit künden neben dem Schaugiebel und der Bogenhalle auch die beiden Sandsteinfiguren an der Fassade, die die Orts- und Kirchenpatrone St. Stephanus und St. Sebastian darstellen (Anfang 16. Jahrhundert, Originale im ehemaligen Ratssaal im I. Obergeschoss).
1986 wurde im historischen Rathaus das Stadtmuseum eingerichtet.
Museumsverein
Ideelle und finanzielle Unterstützung
Die Stadt Beckum ist Trägerin des Museums. Ihr zur Seite steht als Förderverein der Museumsverein Beckum e. V., der das Haus ideell und materiell unterstützt und die Bürgerinnen und Bürger an die Arbeit des Museums heranführt und ihr Interesse für Kultur und Geschichte vertieft.
Der Verein unterstützt die Sonderausstellungen und Veröffentlichungen des Stadtmuseums und ermöglicht Ankäufe und Restaurierungen von Kunstgegenständen und Objekten für die Sammlungen des Hauses. Neben den Studienreisen veranstaltet der Museumsverein Vorträge zur historischen Entwicklung unserer Region.
